In der chinesischen Stadt Weifang ist ein ungewöhnliches Haus zu einer lokalen Sehenswürdigkeit geworden.
Es wurde von einem 55-jährigen Mann eigenhändig gebaut, ist sieben Stockwerke hoch und besteht aus Schlamm, zerbrochenen Ziegeln, Ton, Bambus, Zweigen und Bauschutt.

Die Einheimischen nennen es „das billigste Haus der Welt“. Doch hinter dieser kuriosen Konstruktion verbirgt sich eine rührende Geschichte.
Hu Guangzhou wurde in eine Bauernfamilie geboren. Als ältester Sohn fühlte er sich früh für seine jüngeren Brüder verantwortlich.

Die Familie war arm, und Hu brach die Schule ab, um zu arbeiten und seinen Brüdern eine Ausbildung zu ermöglichen.
In diesen schweren Jahren hatten die drei einen gemeinsamen Traum: Eines Tages ein großes Haus zu bauen, in dem sie mit ihren Eltern, Ehefrauen und Kindern gemeinsam leben würden.
Hu begann, diesen Traum mit seinen eigenen Händen zu verwirklichen. Ohne Pläne, ohne Erfahrung, baute er mit dem, was er auf der Straße und auf Müllplätzen fand: Zweige, Ton, Steine, Abfall, Reste von Baumaterialien.

Fünf Jahre arbeitete er am Fundament, drei Jahre an den Etagen, zwei weitere an der Stabilisierung und dem Innenausbau – ganz allein.
Doch das Schicksal schlug hart zu. Seine Brüder, die in die Stadt gezogen waren, um ein besseres Leben zu finden, kamen nie zurück. Einer starb bei einem Autounfall, der andere an einer Krankheit.
Als Hu vom Tod seiner Brüder erfuhr, wollte er es nicht glauben.
„Sie werden zurückkommen“, sagte er. „Und sie werden ein Zuhause haben.“

Das Haus steht noch immer, und niemand denkt daran, es abzureißen.







