Eine Passagierin hat das Tablet meiner Tochter kaputtgemacht, um ihren Sohn zu beruhigen… doch kurz darauf geriet sie selbst in Panik 😱✈️
Ich heiße Bethany. Ich flog mit meiner fünfjährigen Tochter Ella und hoffte, dass der zweistündige Flug ruhig verlaufen würde.
Ella saß am Fenster, schaute einen Cartoon auf dem Tablet und störte niemanden. Ich holte ein Buch heraus, bemerkte aber bald die Familie uns gegenüber.

Ihr Sohn, ungefähr im gleichen Alter wie Ella, zappelte ständig, trat gegen den Sitz und beschwerte sich:
— Mir ist langweilig! Gebt mir ein Handy!
— Wir haben beschlossen, den Urlaub ohne Geräte zu verbringen, — antwortete seine Mutter. — Such dir etwas anderes.
Aber der Junge hatte längst Ellas Tablet entdeckt.
— Ich will auch einen Cartoon!
Nach einer Weile beugte sich seine Mutter über den Gang zu mir und sagte:
— Könnten Sie das Tablet bitte wegpacken?
Ich sah sie überrascht an.
— Warum?
— Wir haben unserem Sohn Geräte verboten, und Ihre Tochter reizt ihn.
— Ella ist ruhig und stört niemanden.
Die Frau zog die Stirn kraus.
— Ist Ihnen also das Gefühl eines anderen Kindes egal?
— Ihre Familienregeln dürfen meine Tochter nicht einschränken.
Danach fing der Junge noch lauter an zu quengeln:
— Ich will ihr Tablet!
Seine Mutter sah mich an und sagte demonstrativ:
— Ich weiß, Schatz. Manche Menschen sind einfach sehr egoistisch.
Ich versuchte, nicht zu reagieren.
Aber wenige Minuten später streckte die Frau plötzlich die Hand über den Gang aus und schlug auf das Tablet.
Es fiel auf den Boden.

Über den Bildschirm zogen sich sofort Risse.
— Mama! — schrie Ella. — Mein Tablet!
Ich drehte mich scharf zu der Passagierin um:
— Was haben Sie getan?!
Sie japste gespielt auf:
— Oh! Das war ein Versehen. Ich habe mich einfach ungeschickt gedreht.
Doch ihr zufriedenes Lächeln verriet sie.
— Vielleicht ist es sogar besser so, — fügte sie hinzu. — Kinder sollten nicht ständig auf Bildschirme schauen.
Eine Flugbegleiterin kam zu uns. Die Frau behauptete sofort, es sei ein Unfall gewesen.
Die Stewardess notierte ihre Daten und sagte, dass man nach der Landung offiziell alles klären könne.
Ich nahm meine weinende Tochter in den Arm.
— Wir reparieren das ganz bestimmt.
Ich holte mein Buch heraus, und bald beruhigte sich Ella, während sie die Bilder ansah.
Der Sohn dieser Frau wurde ohne Cartoon dagegen immer unkontrollierbarer.
Er trat gegen den Sitz, zog am Klapptisch und griff nach Sachen aus der Tasche seiner Mutter.
— Hör auf! — wiederholte sie genervt.
— Das ist der schlimmste Urlaub überhaupt! — schrie der Junge.
Plötzlich stieß er gegen den Klapptisch.
Der Kaffeebecher kippte direkt auf die Knie der Frau und in ihre offene Tasche.
Sie schrie auf und sprang auf.
Portemonnaie, Tickets und Reisepass fielen zu Boden.
Bevor die Mutter sich bücken konnte, trat der Junge mit seinem nassen Schuh auf den Reisepass und zog ihn durch die Kaffeepfütze.
Die Frau riss das Dokument an sich und wurde blass.
Die Seiten klebten zusammen, das Foto war nass und der Umschlag zerknittert.
Die Flugbegleiterin kam wieder zu ihnen.
— Wir fliegen nach Paris, — sagte die verängstigte Passagierin. — Lassen sie uns mit so einem Pass überhaupt durch?
Die Stewardess sah sich den Pass genau an.
— Ich kann das nicht garantieren. Die Grenzbeamten könnten das Dokument als beschädigt einstufen.
— Aber Hotel und Ausflüge sind schon bezahlt! Tun Sie etwas!
— Im Flugzeug lässt sich ein Reisepass nicht wiederherstellen.

Die Frau versuchte mit Taschentüchern die Seiten zu trocknen, verschmierte aber nur die Tinte und riss das nasse Papier weiter auf.
Ihr Sohn beklagte sich erneut, dass ihm langweilig sei.
Ihr Mann schaute schweigend aus dem Fenster.
Und Ella las ruhig neben mir weiter.
Als das Flugzeug mit dem Sinkflug begann, fragte meine Tochter:
— Mama, backen wir zu Hause Muffins?
— Natürlich. Und auch Kekse.
Als ich das Flugzeug verließ, sah ich diese Passagierin ein letztes Mal.
Sie stand im Gang mit dem beschädigten Reisepass in der Hand und versuchte panisch, das Konsulat zu erreichen.
Ich sagte nichts.
Manchmal erteilt das Leben selbst eine Lektion.
Und auf diesem Flug war das zerbrochene Tablet bei Weitem nicht das größte Problem.







