Die Polin, die behauptete, die verschwundene Madeleine McCann zu sein, spricht erneut von einer „sensationellen DNA-Übereinstimmung“ — doch die Familien lehnten einen Test ab

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Die Polin, die behauptete, die verschwundene Madeleine McCann zu sein, spricht erneut von einer „sensationellen DNA-Übereinstimmung“ — doch die Familien lehnten einen Test ab

Im Jahr 2023 sorgte die junge Polin Julia Wendell im Internet für Aufsehen, als sie erklärte, sie könne Madeleine McCann sein — das britische Mädchen, das 2007 in Portugal spurlos verschwand.

Unter dem Namen @IamMadeleineMcCann veröffentlichte sie Fotos, verglich Aussehen, Augen und andere Merkmale und bat außerdem Madeleines Eltern, Kontakt mit ihr aufzunehmen. Die Geschichte wurde so bekannt, dass Julia in der Fernsehsendung von Dr. Phil auftrat.

Doch schon bald wurde sie mit einer Welle von Kritik und Drohungen konfrontiert. Julia nahm ihre früheren Behauptungen zurück und entschuldigte sich bei der Familie McCann. Sie erklärte, dass sie aufgrund bruchstückhafter Kindheitserinnerungen begonnen habe, an ihrer eigenen Herkunft zu zweifeln, und in Fällen vermisster Kinder nach Antworten gesucht habe.

Später erklärte die Privatdetektivin, die mit Julia zusammenarbeitete, ein DNA-Test habe ihre polnische Herkunft bestätigt. Auch die Angehörigen der jungen Frau bestanden darauf, dass sie ihre leibliche Tochter sei und keinerlei Verbindung zu Madeleine habe.

Die Geschichte schien beendet zu sein.

Doch nun hat Julia erneut von neuen Testergebnissen berichtet. Ihren Angaben zufolge soll ein bekannter Spezialist ihre genetischen Daten mit Materialien verglichen haben, die angeblich mit der Ferienwohnung in Praia da Luz in Verbindung stehen, aus der Madeleine verschwand.

Julia behauptet, die festgestellten Ähnlichkeiten könnten auf eine mögliche Verwandtschaft mit Gerry McCann hindeuten. Außerdem wurde berichtet, dass ihre Stimme, ihre Zähne und bestimmte Merkmale ihrer Augen mit denen des verschwundenen Mädchens verglichen worden seien.

Diese Behauptungen bleiben jedoch unbestätigt. Madeleines Eltern nahmen an dem neuen Test nicht teil, und sowohl die Identität des Experten als auch die Herkunft der verwendeten Proben werfen Fragen auf.

Ein forensischer Experte, der die Ergebnisse kommentierte, erklärte, die vorgelegten Daten erlaubten keine eindeutige Feststellung der Identität einer Person. Eine mögliche genetische Ähnlichkeit bedeute noch nicht, dass Julia Madeleine sei.

Weder die Familie McCann noch Julias polnische Angehörige erklärten sich zu weiteren Tests bereit.

Daher bleibt die sensationelle Behauptung vorerst lediglich eine Version, die den zuvor veröffentlichten Ergebnissen widerspricht.

Und das Rätsel um das Verschwinden der dreijährigen Madeleine McCann bleibt weiterhin einer der bekanntesten ungelösten Fälle der Welt.

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