Wenn Sie im Garten leuchtend rosa „Eier“ sehen, berühren Sie sie nicht mit bloßen Händen: Das könnte ein Zeichen für eine gefährliche invasive Art sein.
Wenn der Frühling kommt, bemerken viele Menschen in Gärten und an Gewässern seltsame leuchtend rosa Kügelchen, die wie Perlen oder kleine Festtags-Eier aussehen. Auf den ersten Blick wirken sie harmlos und sogar hübsch.
Tatsächlich handelt es sich jedoch weder um Dekoration noch um einen Zufallsfund.
Es sind die Eier der Apfelschnecke, einer invasiven Art, die eine ernsthafte Bedrohung für Pflanzen, Gewässer und das lokale Ökosystem darstellt.

Apfelschnecken stammen aus Südamerika, haben sich aber im Laufe der Zeit in verschiedene Teile der Welt ausgebreitet. Sie passen sich gut an neue Bedingungen an, vermehren sich schnell und lieben besonders feuchte Orte: Teiche, Seen, Sümpfe, Gräben und Bereiche in Wassernähe.
Ausgewachsene Schnecken sind recht groß — meist etwa 4–7 Zentimeter, manchmal sogar mehr. Im Gegensatz zu vielen anderen Schnecken legen sie ihre Eier nicht in den Boden, sondern oberhalb der Wasserlinie ab: an Pflanzenstängeln, Steinen, Konstruktionen und anderen Oberflächen.
Gerade diese Eier fallen am häufigsten auf.
Sie sind leuchtend rosa, klein, meist 2–3 Millimeter groß und in dichten großen Gelegen zusammengefasst. Ein Gelege kann 400 bis 600 Eier enthalten.
Die Gefahr besteht darin, dass sich Apfelschnecken sehr schnell vermehren und Pflanzen aktiv fressen. In der Landwirtschaft können sie junge Kulturen zerstören, besonders Reisanbauflächen. In der Natur verdrängen sie heimische Arten, stören das Gleichgewicht aquatischer Ökosysteme und verringern die Artenvielfalt.

Ihre Ausbreitung ist in vielen Ländern zu einem Problem geworden. Ursprünglich lebten Apfelschnecken in Südamerika, wurden später aber nach Asien, Nordamerika und Europa eingeschleppt. In einigen Regionen gelten sie bereits als eine der gefährlichsten invasiven Arten.
Was tun, wenn Sie solche rosa Eier sehen?
Berühren Sie sie nicht mit bloßen Händen. Ziehen Sie besser Handschuhe an, entfernen Sie das Gelege vorsichtig von der Oberfläche und entsorgen Sie es in einem fest verschlossenen Beutel. Wenn Sie viele solcher Gelege finden oder sie in der Nähe eines Gewässers entdecken, melden Sie dies den örtlichen Umweltbehörden oder zuständigen Stellen.
Es lohnt sich außerdem, feuchte Bereiche des Gartens regelmäßig zu kontrollieren, besonders in der Nähe von Teichen, Gräben und Gewässern.

Wichtig ist vor allem, diese Eier nicht zu transportieren und exotische Schnecken aus Aquarien nicht in die Natur auszusetzen. Schon eine einzige solche Handlung kann schwerwiegende Folgen für die lokale Umwelt haben.
Wenn Sie also im Garten leuchtend rosa „Eier“ sehen, denken Sie daran: Das ist keine frühlingshafte Dekoration, sondern ein Warnsignal.
Je früher man sie entdeckt und entfernt, desto besser sind die Chancen, Pflanzen, Gewässer und die heimische Natur zu schützen.







