Das Pferd hätte seinen Besitzer beinahe zu Tode getrampelt — doch die Wahrheit über seine seltsame Wut erschütterte die ganze Ranch 😱
Der Farmer Alexej hatte den Hengst Buran seit seiner Geburt großgezogen. Er hatte ihn mit der Flasche gefüttert, gepflegt und jeden Tag Zeit mit ihm verbracht. Viele Jahre lang hatte das Pferd niemals Aggression gezeigt.
Doch eines Morgens änderte sich alles.
Kaum hatte Alexej den Stall betreten, wieherte Buran unruhig, stieg auf die Hinterbeine und drängte seinen Besitzer gegen die Wand. Jedes Mal, wenn der Mann versuchte, in die hinterste Ecke zu gelangen, versperrte ihm das Pferd erneut den Weg und schlug mit den Hufen auf den Boden.

Alexej konnte sich nur mit Mühe ins Freie retten.
Der Tierarzt konnte bei dem Hengst keine Krankheit feststellen, doch Buran reagierte weiterhin äußerst heftig auf jeden, der sich dieser Stelle näherte.
Zwei Tage später entschied Alexej, dass das Pferd gefährlich geworden war und eingeschläfert werden musste.
Am Morgen vor dem geplanten Eingriff kam der Mann, um Abschied zu nehmen. In der Nähe des Stalls hörte er wieder das Wiehern und dann ein kaum wahrnehmbares Weinen eines Kindes.
Das Geräusch kam von unter dem Fußboden.

Alexej hob einige morsche Bretter an und entdeckte einen alten, vergessenen Brunnen. Auf dessen Grund saß der sechsjährige Sohn eines Arbeiters, nach dem bereits seit zwei Tagen gesucht wurde.
Erst da begriff der Mann alles.
Buran hatte nicht versucht, ihn anzugreifen. Er hielt seinen Besitzer von der gefährlichen Stelle im Boden fern und versuchte mit aller Kraft, die Aufmerksamkeit auf das Kind zu lenken.
Der Junge wurde gerettet.

Als Alexej in den Stall zurückkehrte, war der Hengst wieder ganz ruhig. Der Mann umarmte ihn am Hals und flüsterte:
„Verzeih mir, mein Alter. Ich dachte, du wolltest mich töten … dabei hast du uns beide gerettet.“
Buran schnaubte leise und legte seinen Kopf auf seine Schulter.







